Berlinale 2014: ’71

'71 © Internationale Filmfestspiele Berlin ’71 (OT: ’71)
UK 2014 / 99 min / FSK: o.A.

Wieder einmal ist es das Spielfilmdebüt eines bis dahin für TV-Serien und Kurzfilme bekannten Regisseurs, das einen Höhepunkt der diesjährigen Berlinale setzt. Yann Demanges „’71“ lässt den Zuschauer seines Atems beraubt zurück und erinnert ihn mit Freuden daran, warum es sich lohnen kann, ins Kino zu gehen.

Eingebettet in das titelgebende Jahr 1971 und somit in die Zeit der blutigsten Auseinandersetzungen im Nordirlandkonflikt, folgt das auf dem Drehbuch von Gregory Burke basierende Drama dem jungen britischen Rekruten Gary Hook (Jack O’Connell) 1. Dieser wird nach seiner Grundausbildung nicht wie erhofft nach Deutschland versetzt, sondern landet in Belfast, eine der Kampfzonen zwischen katholischen Republikanern und protestantischen Loyalisten bzw. Unionisten. Mehr

  1. Neben seinem Auftritt im anlaufenden Sequel “300 – Rise of an Empire” (Noam Murro) hat Jack O’Connell zuletzt die Titelrolle im bereits viel beachteten Gefängnisdrama ”Starred Up” von David Mackenzie übernommen und arbeitet derzeit an der mit Spannung erwarteten zweiten Langfilm-Regiearbeit von Angelina Jolie “Unbroken” (Buch: Laura Hillenbrand (“Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg”); Drehbuch: u.a. Ethan und Joel Coen)

60.-63. Berlinale revisited: 2010-2013

Seit heute morgen läuft der Vorverkauf für die 64. Berlinale, die vom 06. bis 16. Februar wieder Heerscharen von Filmliebhabern in die Kinosäle Berlins – unter ihnen endlich der neu renovierte Zoo Palast – locken wird. Anlass genug, ein paar Eindrücke und Filmtipps aus den Programmen der Vorjahre zusammenzustellen, so dass auch all diejenigen, welche selbst keine Zeit oder Lust auf den stressigen Festivalzirkus haben, ein wenig von der Einzigartigkeit eines solchen Festivals auf der heimischen Couch erleben können.

Offizielles Plakat 60. Berlinale © Internationale Filmfestspiele Berlin 60. Berlinale (2010):

Caterpillar (OT: Kyatapirā), Japan 2010
My Name Is Khan (OT: My Name Is Khan), Indien 2010
Monga – Gangs of Taipeh (OT: Báng-kah), Taiwan 2010
Red Hill (OT: Red Hill), Australien 2010
Parade (OT: Parēdo), Japan 2009
Gentlemen Broncos (OT: Gentlemen Broncos), USA 2009 Mehr

Berlinale revisited 2012: Gute Chancen / Taking Chances

Patatje Oorlog © Internationale Filmfestspiele Berlin Gute Chancen / Taking Chances (OT: Pataje Oorlog)
Niederlande/Belgien 2011 / 85 min / FSK: o.A.

Wer schon einmal auf der Berlinale war und sich in den Programmbereichen Generations Kplus und Generations 14plus umgeschaut hat, wird bemerkt haben, wie viele und welch liebevoll gemachte Kinder- und Jugendfilme aus den Niederlanden und ihrem Nachbarland Belgien stammen. Der auf dem Kinderbuch “Een Kleine Kans” von Marjolijn Hof basierende Familienfilm “Pataje Oorlog1 ist ein solcher. Mehr

  1. wörtlich: Kriegskartöffelchen; “patat oorlog” ist in Wirklichkeit jedoch ein infolge der Kolonialzeit etablierter Ausdruck für Pommes mit Majonaise, Zwiebeln und Erdnusssauce

Berlinale revisited 2010: Red Hill

Red Hill @ Internationale Filmfestspiele Berlin Red Hill (OT: Red Hill)
Australien 2010 / 95 min / FSK: 18

Genau am Abend des Valentinstages 2010 feierte das Langfilmdebüt des australischen Regisseurs und Drehbuchautors Patrick Hughes, der sich aktuell für die Regiearbeit des dritten Teils der “The Expandables”-Reihe auszeichnet, seine Festivalpremiere auf der Berlinale. Doch statt eines romantischen Liebesreigens erwartete das Publikum im ausverkauften Zoo Palast eine äußerst unterhaltsame und vor allem spannende Mischung aus Horror, Thriller und modernem Western. Mehr

Berlinale revisited (2010): Caterpillar

Caterpillar © Internationale Filmfestspiele Berlin Caterpillar (OT: Kyatapirā)
Japan 2010 / 85 min / FSK: o.A.

Das auf der 1929 veröffentlichten Kurzgeschichte “Die Raupe” (OT: Imomushi) von Edogawa Rampo (engl. Edogawa Ranpo) basierende, zeitlich jedoch in die Jahre des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs versetzte Drama von Regie-Altmeister und Produzent Kōji Wakamatsu ist nichts für sanfte Gemüter. Mehr

Chopper

Chopper © Mushroom Pictures Wenn Mark Brandon „Chopper“ Read sich selbst im Fernsehen betrachtet, geschieht dies so, wie ein Hund oder ein Kind es zuweilen mit seinem eigenen Spiegelbild tut: eine Mischung aus Faszination, Unglauben und Starrheit in den Augen, jede Bewegung auf dem Bildschirm mitverfolgend, jeden Moment in sich aufnehmend, als ob das, was er dort sieht, nicht das eigene ICH sein kann. Chopper betrachtet sich gern – und diese Beobachtungslust ist vermutlich das Einzige, das er mit seinem Darsteller, dem aus Wolfgang PetersensTroja“ (OT: Troy) oder Steven SpielbergsMünchen“ (OT: Munich) bekannten australischen Schauspieler Eric Bana, gemein hat. Mehr