Berlinale revisited 2012: Gute Chancen / Taking Chances

Patatje Oorlog © Internationale Filmfestspiele Berlin Gute Chancen / Taking Chances (OT: Pataje Oorlog)
Niederlande/Belgien 2011 / 85 min / FSK: o.A.

Wer schon einmal auf der Berlinale war und sich in den Programmbereichen Generations Kplus und Generations 14plus umgeschaut hat, wird bemerkt haben, wie viele und welch liebevoll gemachte Kinder- und Jugendfilme aus den Niederlanden und ihrem Nachbarland Belgien stammen. Der auf dem Kinderbuch “Een Kleine Kans” von Marjolijn Hof basierende Familienfilm “Pataje Oorlog1 ist ein solcher.

Kiek (Pippa Allen) – die kleine Filmheldin – ist neun, hat einen Hund, geht zur Schule und wird von ihren Eltern geliebt. Doch Kiek hat ein Problem: Ihr Vater (Johnny de Mol) – ein Arzt – leistet in Kriegsgebieten medizinische Hilfe und ist somit ständig in Gefahr krank, verwundet oder gar getötet zu werden. Trotzdem ihr Vater ihr erklärt, wie gering die Chancen seien, dass ihm etwas passieren könne, ist Kiek nicht beruhigt. Bis sie eine Idee hat, wie sie die Chancen zu ihren Gunsten verändern kann…

Der Film unter der Regie von Nicole van Kilsdonk überzeugt und berührt wegen seiner liebevoll gezeichneten Figuren, allen voran die kleine Kiek. Ihrer kindlichen Logik und den originellen Ideen für die Visualisierung von Kieks Gedanken verdankt der Film zudem eine ordentliche Portion Humor und eine Leichtigkeit, die angesichts der zugrundeliegenden Thematik nicht selbstverständlich ist.

Offizielle Website: www.patatjeoorlog.nl

  1. wörtlich: Kriegskartöffelchen; “patat oorlog” ist in Wirklichkeit jedoch ein infolge der Kolonialzeit etablierter Ausdruck für Pommes mit Majonaise, Zwiebeln und Erdnusssauce
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